Geprägt durch das erste selbstverwaltete Jugendhaus und die frühen Jahre des KOMMZ entstand die KOMMZ-Gruppe: ein gewachsener Freundeskreis, der Festival, Kulturarbeit und soziale sowie politische Initiativen gemeinsam gestaltet.
Der Freundeskreis für Kultur e. V. bildet die organisatorische Basis des KOMMZ und zählt heute über 700 Mitglieder.
Wir sind kein gewinnorientiertes Unternehmen und keine Agentur, sondern Menschen, die gemeinsam Kultur, Gemeinschaft und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.
Was uns ausmacht
Neben der Organisation des KOMMZ treffen wir uns monatlich, besprechen aktuelle Themen und planen das Jahr.
Aus der Gruppe heraus entstanden im Lauf der Jahrzehnte verschiedene Initiativen und Projekte – kulturell, sozial und politisch.
Dazu gehören unter anderem:
Seit den frühen 80er-Jahren spenden wir Überschüsse des KOMMZ.
Was am Ende eines Jahres übrig bleibt, geht an soziale, kulturelle, demokratische oder humanitäre Projekte – in Aschaffenburg, der Region und darüber hinaus.
Vorschläge werden in der KOMMZ-Gruppe gesammelt, besprochen und anschließend basisdemokratisch per Punktesystem abgestimmt.
Jeder kann Projekte einbringen, jeder stimmt gleichberechtigt ab.
Über die Jahrzehnte haben wir unter anderem Projekte aus diesen Bereichen gefördert:
Friedensdorf International, Commit and Act, Sea-Watch, Hoachanas Children Fund, Sang Sangai e.V., Projekte in Peru, Nepal, Eritrea u. a.
Initiativen in der Gemeinschaftsunterkunft, Refugee-Support-Gruppen, Alevitische und kurdische Gemeinden, Aktiv im Viertel, Caritas-Projekte
Kinderträume e.V., Schulen und Bildungsvereine, Aschaffenburger Quartiershilfen
UAM e.V., CreActing, lokale Kultur- und Sozialprojekte
Sefra, Jadwiga, Frauenhausarbeit, Demokratische Initiativen, Antidiskriminierungsprojekte
Ihr seid ein Projekt oder eine Organisation? Und interessiert euch für eine Förderung durch das KOMMZ?
Das KOMMZ entstand 1975 aus der Aschaffenburger Jugendhausbewegung – bewusst als Gegenentwurf zu etablierten Traditions- und Vereinsfesten. Der Fokus lag von Anfang an auf selbstverwalteten Räumen, offener Kultur und dem Prinzip, Dinge gemeinsam zu gestalten statt konsumfertig zu übernehmen. Die frühen Jahre prägten vieles: Selbstverwaltung, Improvisation, politische Diskussionen und der Wunsch nach Freiräumen für die Jugend.
In den 80ern und 90ern wurde das Festival größer und strukturierter. Neue Bereiche, neue Musikrichtungen und neue Gruppen kamen hinzu. Auch die Spendenpraxis entstand in dieser Zeit: Überschüsse gehen seit Jahrzehnten an soziale, kulturelle und humanitäre Projekte.
Mit den 2000ern entwickelte sich das KOMMZ weiter – organisatorisch, musikalisch und infrastrukturell. Auch das Angebot wuchs weiter: neue Bühnen, Kinderprogramm, mehr Kulturangebote, neue Gruppen. Aus der KOMMZ-Gruppe heraus entstanden Projekte wie der KOMMZ-Rechtshilfefonds, das Freitagscafé oder frühere subkulturelle Reihen wie der Waschtag oder die Beatbaracke.
In den 2010ern und 2020ern wurde das KOMMZ zu dem, was es heute ist: ein großes, freies, gemeinnütziges Parkfest mit eigenem Charme. Getragen von einer Gruppe, die jedes Jahr wächst, sich erneuert und ihre Ursprünge weiterträgt. Viele aus der KOMMZ-Gruppe engagieren sich auch außerhalb des Festivals – etwa bei „Aschaffenburg ist bunt“, in sozialen Projekten oder in der lokalen Kulturszene.
Heute steht das KOMMZ für ein Wochenende im Nilkheimer Park – aber auch für 50 Jahre Jugendkultur, Engagement, Solidarität und Gemeinschaft in Aschaffenburg.
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